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Diabetes mellitus

 

Dem Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2012 zufolge sind in Deutschland rund 10 % der Bevölkerung an Diabetes erkrankt. Bei dem Großteil (90-95%) der diagnostizierten Diabetiker handelt es sich um Typ 2 Diabetiker. Bei dieser Form des Diabetes, die auch als „Altersdiabetes“ bekannt ist, handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, bei der die Insulinsensitivität der Zellen oder die körpereigene Insulinproduktion gestört ist. Oft liegt beides in unterschiedlichem Ausmaß vor. Gerade im Anfangsstadium sind zunächst meist die Zellen gegenüber Insulin „abgestumpft“. Ursachen dafür können Bewegungsmangel und die übermäßige Aufnahme von bearbeiteten Kohlenhydraten in Form von Industriezucker sein. Die bearbeiteten Zucker (v.a. aus Fertiggerichten, Süßigkeiten, Limonaden) gelangen vom Magen/Darm rasch in den Blutkreislauf und bewirken starke Insulinausschüttungen, damit der Zucker in die Zellen gelangt. Insulin ist das Schlüsselhormon im Zuckerstoffwechsel, es fördert die Aufnahme von Zucker in die Zellen, was niedrigere Blutzuckerwerte zur Folge hat. Häufige Zufuhr von zu viel Nahrung, insbesondere der behandelten Zucker in Kombination mit Bewegungsmangel, führt zu hohen Insulinausschüttungen und in der Folge zu einer „Abstumpfung“ der Zellen gegenüber Insulin, so dass bei hohen Blutzuckerspiegeln hohe Insulinmengen die Zellen nicht mehr ausreichend stimulieren Zucker aufzunehmen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann oft zu einer verminderten Insulinproduktion in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Die insulinproduzierenden Zellen „kapitulieren“ sozusagen. In dem Verlauf der Erkrankung kommt es dann meist zu zeitweise deutlich erhöhten Blutzuckerwerten und vermehrt zu Symptomen des Diabetes. Zu den ersten Symptomen zählen Müdigkeit, vermehrter Durst und Harndrang, Schwächegefühl. Hohe Blutzuckerspiegel begünstigen Folgeerkrankungen vor allem durch Gefäßschädigungen. Es kann zu Erblindungen, Amputationen, schlecht heilenden Wunden, Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, Nierenschäden usw. kommen.
Der Typ 1 Diabetes wird meist im Kindes – und Jugendalter diagnostiziert. Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei denen die insulinproduzierenden Zellen vom Immunsystem angegriffen werden, so dass kein oder kaum eigenes Insulin produziert werden kann und es exogen, über Spritzen zugeführt werden muss. Es werden verschiedene

Ursachen für diese Autoimmunerkrankungen diskutiert.

Schätzungen des Robert Koch-Instituts zu Folge hat sich seit 1998 die Zahl der an Diabetes erkrankten um ca. 2 % in der Gesamtbevölkerung in Deutschland erhöht, das entspricht in etwa 1,6 Millionen Menschen!

Die Ursachen für einen stetigen Anstieg an Diabetes-Erkrankungen haben auch mit dem demografischen Wandel zu tun. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt. Mit höherem Alter steigt auch das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Außerdem könnte die verbesserte Diagnostik zur Registrierung Erkrankter beitragen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit von Diabetes-Verbänden und Institutionen, welche Informationen und Aktionen rund um Diabetes anbieten, können zu einem Bewusstsein für das Risiko dieser Erkrankung beitragen und so Patienten dazu veranlassen, sich frühzeitig ärztlich untersuchen zu lassen.

Die Hauptursache für die steigende Erkrankungszahl sind jedoch die zunehmend ungünstigen Ernährungsgewohnheiten und der Bewegungsmangel vieler Menschen, was auch Übergewicht begünstigt. Mittlerweile ist sogar erwiesen, dass immer jüngere Menschen, sogar Kinder und Jugendliche aufgrund falscher (übermäßiger) Ernährung und Bewegungsmangel an Diabetes Typ 2 („Altersdiabetes“!) erkranken. 80-90 % aller diagnostizierten Typ 2 Diabetiker sind übergewichtig oder gar fettleibig. Bei den jüngeren Diabetikern (Typ 2) korreliert Übergewicht/Fettleibigkeit noch stärker mit der Erkrankung.

So gesehen kennt man die Ursachen für die steigenden Erkrankungen an Diabetes Typ 2 und es wird deutlich, dass es in den meisten Fällen eine vermeidbare Erkrankung ist. Diese Zusammenhänge sind jedoch vielen nicht bekannt. Also anstatt sich bei der Diagnose Diabetes gelähmt und hilflos zu fühlen, ist es hilfreich, eigenverantwortlich die Initiative zu ergreifen und durch eine Lebensstiländerung krankheitsbegünstigende Faktoren (s.o.) auszuräumen und gesundheitsförderliche zu kultivieren. Wenn eine Veränderung anfangs schwer fällt, hilft es, sich auf die positiven Auswirkungen des veränderten Lebensstils zu konzentrieren, das wirkt motivierend. Viel Bewegung und vollwertige unbehandelte Nahrung hebt die Stimmung und steigert die Vitalität. Und das Gute ist, hat sich ein gesunder Lebensstil einmal etabliert, wollen Sie nicht mehr auf die positiven Effekte verzichten. Viele Untersuchungen deuten eindeutig darauf hin, dass eine Lebensstiländerung in Form von mehr Bewegung, gesünderer Ernährung und Gewichtsreduktion sich sehr positiv auf den Verlauf eines Diabetes Typ 2 auswirken kann. Gerade im Anfangsstadium der Erkrankung ist es oft möglich die Stoffwechsellage so günstig zu beeinflussen, dass man manchmal nicht mehr von einem diagnostizierten Diabetes sprechen kann.

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