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Kann man Diabetes Typ 2 verhindern? Präventive Maßnahmen und positive Einflussmöglichkeiten auf Diabetes Typ 2

 

1.) Ursachen für Diabetes Typ 2:

1.1)Zu viel, zu süß, zu fett („Überernährung“)

1.2) Übergewicht, viszerales Fettgewebe

       1.3) Bewegungsmangel


2.) Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Gesundung bzw. was man tun kann, um Diabetes zu verhindern:

      2.1) Ernährungsumstellung

 

2.2) Gewichtsreduktion

 

                       2.3) Sport und Bewegung

 

                                2.4) Weitere Faktoren zur Gesundung

                                       2.4.1) Raucherentwöhnung

                                              

 

 

Zu 1.1) Die Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen in Industrienationen wie Deutschland haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit und können z.B. Übergewicht und Diabetes Typ 2 begünstigen. So essen viele Menschen in Deutschland zu viel, zu süß und zu fett. Praktische Fertiggerichte, Fast-Food und die stark umworbenen „Erfrischungsgetränke“ wie Limonaden, können auf unterschiedlichen Wegen das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken erhöhen. Diese Nahrungsmittel enthalten meist große Mengen an bearbeiteten Kohlenhydraten wie Industriezucker/raffinierten Zucker. Diese Zucker gelangen nach dem Essen sehr rasch in den Blutkreislauf und bewirken starke Insulinausschüttungen des Körpers, damit der Zucker in die Zellen gelangt. Regelmäßige, über Jahre wiederkehrende hohe Insulinausschüttungen können bewirken, dass die Zellen gegenüber dem Insulin abstumpfen. Das heißt, es werden immer größere Insulinmengen benötigt, um den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. Bis zu einem gewissen Grad sind der menschliche Körper bzw. die insulinproduzierenden Zellen in der Lage, durch vermehrte Insulinproduktion den Blutzucker doch noch in die Zellen zu schleusen. Bei dieser Stoffwechsellage kann man schon von einem Prädiabetes sprechen. Führt man weiterhin mit der Nahrung viele Kohlenhydrate insbesondere die bearbeiteten Zucker zu, kann das dazu führen, dass die insulinproduzierenden Zellen sich überarbeiten und sozusagen kapitulieren und von dann an nur noch geringere Mengen an Insulin produzieren. Das führt dann wiederum zu sehr hohen Blutzuckerwerten. Der Zuckerstoffwechsel entgleist und man spricht von einem Diabetes Typ 2.

Viele der Fertiggerichte enthalten zudem große Mengen an ungünstigen Fetten. Diese Fette begünstigen Übergewicht aufgrund der hohen Energiedichte (1g Fett hat einen Energiegehalt von 9,1 kcal und damit mehr als doppelt so viel wie beispielsweise Kohlenhydrate oder Eiweiß mit jeweils 4,1 kcal). Übergewicht steht in engem Zusammenhang mit Diabetes Typ 2, s.1.2). Zudem hat ein hoher Fettkonsum indirekt Einfluss auf die Insulinausschüttung und die Insulinsensitivität der Zellen. Damit kann ein hoher Konsum ungünstiger (gesättigter, gehärteter, tierischer) Fette zur Entstehung eines Diabetes Typ 2 beitragen.

 

Zu 1.2) Ungünstige Ernährung und Bewegungsmangel führen nicht selten auch zu Übergewicht. 80-90 % aller Typ 2 Diabetiker sind übergewichtig oder fettleibig. Es besteht also ein direkter Zusammenhang zwischen Übergewicht/Fettleibigkeit und dem Risiko an Diabetes zu erkranken. Insbesondere Bauchfett oder sogenanntes viszerales Fettgewebe stehen im Verdacht Diabetes, aber auch andere Erkrankungen wie z.B. die des Herz-Kreislauf-Systems, zu begünstigen. Das viszerale Fettgewebe setzt Fette in den Blutkreislauf frei. Außerdem produziert es bestimmte Hormone (z.B. Leptin) und Entzündungsmediatoren. Die vom viszeralen Fettgewebe freigesetzten Fette, Hormone und Entzündungsmediatoren greifen auf unterschiedlichen Wegen in den Zuckerstoffwechsel und die Insulinsensitivität der Zellen ein und tragen auf diesem Wege zur Erhöhung des Risikos an Diabetes Typ 2 zu erkranken bei.

 

Zu 1.3)Starkes Übergewicht führt nicht selten auch zu Bewegungsmangel und fördert damit den ungünstigen Kreislauf von Bewegungsmangel à mehr Übergewicht à noch mehr Bewegungsmangel usw. Neben Übergewicht zählt Bewegungsmangel zu den Hauptfaktoren an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Während sich Bewegung positiv auf die Insulinsensitivität der Zellen auswirkt, fördert ein Mangel an Bewegung eine Abstumpfung der Zellen gegenüber Insulin und führt darüber zur Entgleisung des Zuckerstoffwechsels bzw. zur Ausbildung eines Diabetes Typ 2. Aber nicht nur Übergewicht führt vermehrt zu Bewegungsmangel. Auch die Veränderung der Lebensumstände trägt dazu bei. So werden schwere Arbeiten heute von Maschinen verrichtet, wir sind mobil und können so gut wie alle Strecken mit dem Auto/Bus/Bahn usw. zurücklegen. Außerdem gibt es Fahrstühle, Rolltreppen und sonstige technische Errungenschaften, die viele Bewegungen unnötig machen. Auch können viele ihre Arbeit am Computer ohne große Anstrengungen verrichten. All diese Faktoren führen dazu, dass man sich kaum zu bewegen braucht und somit eine verringerte Insulinsensitivität der Zellen begünstigt. So verbrauchen die Menschen heute erheblich weniger Energie als beispielsweise noch vor 60 Jahren. Dies begünstigt wiederum Übergewicht, weil man eher mehr Nahrungsenergie zu sich nimmt, als man beispielsweise durch körperliche Arbeit verbraucht.

 

 

Zu 2.1) Mit einer gesunden Ernährung bzw. mit einer Ernährungsumstellung kann man das Risiko an Diabetes zu erkranken deutlich verringern! Ersetzt man beispielsweise Limonaden durch Wasser oder ungesüßten Tee, kann man einiges an Kalorien einsparen und man kann unter Umständen allein dadurch eine Gewichtsreduktion einleiten. Außerdem führen diese Getränke nicht zu Blutzuckererhöhung oder zur Insulinausschüttung.

Unbearbeitete Lebensmittel, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse (am besten als Rohkost) setzen die vorhandenen Zucker nur langsam im Magen-Darm-Trakt frei. Es kommt zu keinen hohen Blutzuckerspitzen und damit zu entsprechend weniger intensiven Insulinausschüttungen. Damit beugt man einer Abstumpfung der Zellen gegenüber Insulin vor, und es ist auch unwahrscheinlicher, dass die insulinproduzierenden Zellen aufgrund von Überarbeitung kapitulieren. Diese Lebensmittel regen zudem die Verdauung an und liefern viel mehr lebensnotwendige Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und auch Ballaststoffe. Dies bewirkt eine gesteigerte Vitalität und führt zu mehr Lebensenergie, so dass Bewegungen leichter fallen bzw. der Drang sich zu bewegen, steigt.

 

Zu 2.2) Zwischen Übergewicht/Fettleibigkeit und Diabetes Typ 2 gibt es einen starken Zusammenhang, was man auch daran erkennen kann, dass 80-90 % aller Diabetiker vom Typ 2 übergewichtig bzw. fettleibig sind. Ist man übergewichtig bzw. fettleibig, dann kann man über eine Gewichtsreduktion direkt positiven Einfluss auf die Erkrankung nehmen. So zeigen beispielsweise Untersuchungen, dass sich jede Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Diabetikern positiv auf Blutzucker und/oder Insulinsensitivität auswirkt. Durch eine Gewichtsreduktion kann man auch positiv auf das viszerale Fettgewebe Einfluss nehmen und damit weitere Faktoren, die normalerweise Diabetes begünstigen, reduzieren. Gewichtsreduktion wirkt sich demnach direkt positiv auf Blutzucker, Insulinsensitivität und damit auf Diabetes Typ 2 aus. Verringert man bei Übergewicht sein Körpergewicht, kann man die Gefahr an Diabetes zu erkranken deutlich reduzieren und bei manifestem Diabetes die Erkrankung positiv beeinflussen.

 

Zu 2.3) Bewegung und Sport verbessern besonders die Insulinsensitivität der Zellen. Außerdem wird bei Bewegungen und Sport Energie verbraucht, was zu einer Gewichtsreduktion führen kann und darüber hinaus ebenfalls das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken verringert bzw. einen manifesten Diabetes Typ 2 positiv beeinflusst. Es findet sich z.B. in den Nationalen Versorgungsleitlinien zur Therapie des Typ-2-Diabetes1 die eindeutige Empfehlung, den Bewegungsumfang im Alltag zu erhöhen. Damit sind z.B. Tätigkeiten wie Treppensteigen, Gartenarbeiten, Spazierengehen und Besorgungen zu Fuß gemeint. Ebenfalls wird in den Versorgungsleitlinien empfohlen, auch strukturierte Trainingsprogramme wie Krafttraining (zum Muskelaufbau, Steigerung des Grundumsatzes und Verbesserung der Insulinsensitivität) und Ausdauertraining (insb. zur Verbesserung des Blutzuckers und der Kräftigung des Herz-Kreislauf-Systems) auszuführen.

Es konnte sogar gezeigt werden, dass die Sterblichkeit bei regelmäßiger sportlicher Betätigung (ab 3x die Woche für insg. 2 Std) gesenkt wurde. Je regelmäßiger und länger das Training ausfiel, desto positiver waren die Ergebnisse. Aber auch die Steigerung der Intensität der Sportlichen Aktivität, wie z.B. 3x die Woche 20 Minuten intensives Training, können die Blutzuckerwerte (und HbA1c) und die Insulinsensitivität deutlich verbessern, wie es Dr. Joseph Mercola aus den USA mit seinem speziellen Fitnessprogramm nachweisen konnte.

In Studien, die zu den Empfehlungen der Nationalen Versorgungsleitlinie zur Therapie des Typ-2-Diabetes1 führten, konnte nachgewiesen werden, dass sich der Langzeitmarker für Blutzucker, der HbA1c-Wert, alleine durch Krafttraining (2-3mal pro Woche) im Schnitt um 0,5 % senken ließ! Auch das viszerale Fettgewebe nahm im Schnitt um 2,3 kg ab, wohingegen die Muskelmasse und damit der Energieverbrauch des Körpers zunahmen und so eine dauerhafte Gewichtsreduktion erleichterten. Als weiteren positiven Effekt senkte sich der systolische Blutdruck im Mittel um 6 mmHg (oberer Wert) in den Studien.

Steigert man also seine Bewegung im Alltag und/oder kombiniert Krafttraining mit Ausdauertraining und verändert gleichzeitig seine Ernährungsgewohnheiten und führt eine Gewichtsreduktion durch, dann potenzieren sich die positiven Effekte auf Blutzucker und Insulinsensitivität, so dass man seine Stoffwechsellage nahezu normalisieren bzw. das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken minimieren kann.

 

Zu 2.4.1) Weitere Maßnahmen zur Verringerung des Risikos an Diabetes Typ 2 zu erkranken kann auch eine Tabakentwöhnung sein. In Studien konnte gezeigt werden, dass aktive Raucher ein um 44% höheres Risiko haben an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken als Nichtraucher. Das Risiko an Diabetes zu erkranken korreliert außerdem mit der Häufigkeit und Menge des Rauchens, so dass starke Raucher ein noch höheres Risiko haben.1

Gerade Menschen mit manifestem Diabetes Typ 2 sollten über eine Rauchpause (oder Rauchstopp) nachdenken, da rauchen ebenfalls Folgeerkrankungen des Diabetes (wie z.B. Gefäßschäden, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall) begünstigen.

 

Fazit:

Kennt man die Ursachen und Faktoren, die Diabetes vom Typ 2 begünstigen und welche Maßnahmen zur Gesundung beitragen, dann fällt es leichter selbst aktiv zu werden. Ich denke, zu wissen, dass man selbst einiges zur Verbesserung seiner Gesundheit beitragen kann, verringert die Angst vor der Erkrankung und lässt einen zuversichtlicher und mit Tatendrang nach vorne schauen.

Außerdem gibt es unterschiedliche psychologische Methoden und Coaching-Techniken, die einem helfen können unbewusste Kräfte zu wecken, zur Steigerung der Motivation beitragen und so eine Veränderung des Lebensstils deutlich erleichtern.

 

 

 

1Nationale Versorgungsleitlinie; Therapie des Typ-2-Diabetes, Langfassung; Version 1, August 2013

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